Städtefahrt nach Prag

Auf der Karlsbrücke und unter dem goldenen Dach – die Fahrt der JUKI nach Prag.
02.09.2016 22:37 Uhr: überpünktlich stehen schon die ersten am Busbahnhof Ludwigshafen und erwarten voller Vorfreude den Bus aus Kaiserslautern, der 38 muntere, aufgeweckte Personen nach Prag fährt.Pünktlich biegt er um die Ecke und hält vor der nun nervösen Gruppe, bei der sich erste Zeichen von Müdigkeit erkennen lassen – schließlich hatten sie an diesem Freitag Schule oder mussten zur Arbeit.

Nachdem jeder seine Plätze zwischen den Teilnehmern aus Kaiserslautern und Umgebung gefunden hatte, wurden alle begrüßt und erste Instruktionen und Informationen bekannt gegeben. Die Nacht war durchwachsen, manche ergatterten
einige Stunden Schlaf, andere dösten mehr in einem Halbschlaf vor sich hin. So gegen 6:30 Uhr in der Frühe erreichten wir unser Ziel: Prag. Die Stille, die die imposanten alten Bauten unterstrich, war überwältigend. Wahrscheinlich trug auch der
nicht geringe Schlafmangel zu dieser Erkenntnis bei. Glücklicherweise konnten wir gleich in unser Hostel einchecken und schon los in Richtung „Altstadt“ (alt war hier im Zentrum prinzipiell alles). Zuvor machten wir für einen geistlichen
Impuls einen Abstecher auf eine kleine Insel samt Park in der Moldau und erhielten Bohnen zum Glücksmomente – Zählen. Anschließend wurde uns unser gewechseltes Geld ausgehändigt und wir durften in Kleingruppen los, etwas zu Essen kaufen.

Dabei lief man wohl oder übel durch die Innenstadt und war im Prinzip nur mit einem beschäftigt: Staunen. Und dabei Ausschau halten nach Essbarem. Und möglichst nicht über die holprigen Pflastersteine stolpern, die bis auf die geteerten Straßen
alles bedeckten. Nach einer mehr oder minder erfolgreichen Jagd fand man sich wieder an der Karlsbrücke zusammen, um in zwei Gruppen aufgeteilt etwas über diese zu erfahren. Kurz darauf wurden wir Zeuge einer Motorradkette von geschätzten
250 Motorrädern – sogar der Nikolaus war unter ihnen! Diese fanden wir dann bald auf dem großen Altstadtplatz wieder, wo wir die Astronomische Uhr begutachteten. Danach hatten wir den Nachmittag und Abend zu unserer freien Verfügung und
grüppchenweise zogen wir los, um die Stadt der goldenen Dächer unsicher zu machen. Es gab so vieles zu bestaunen und bewundern, angefangen bei den kleinen Minimarkets, bis hin zu Süßwarenläden, die schon nach Karies rochen; die Häuser, dicht aneinander gedrängt,
deren Fassaden so gut harmonierten und trotzdem jedes für sich einzigartig war. Zwischendurch kam man im Hostel zusammen, um weitere organisatorische Belange zu klären, sowie die Zehnerzimmer zu beziehen. Nach einem angenehm warmen Tag verbrachte jeder den
Abend unterschiedlich lange, einige starteten also mehr, andere weniger erholt in den Sonntagmorgen. Gemeinsam machten wir uns nach dem Auschecken auf zu der Prager Burg mit einem Abstecher zur John Lennon Wall. Wer sich darunter nichts vorstellen kann,
dem sei gesagt, dass dort alle Farben und Formen, sämtliche Materialien (auch glitzernde Steinchen), Sprachen und Motive vorzufinden sind. Der Weg hoch zum Burggelände (das Areal ist riesig) war durchaus für angeschlagene Gemüter und deren Füße erschwerlich,
aber nichts desto trotz machbar. Der Blick auf die Stadt war Belohnung genug: Alle Häuser, Bauten, Straßen lagen ausgebreitet zu unseren Füßen.

Leider blieb uns in der nun heißeren Sonne nicht viel Zeit zum Bewundern oder weiterem Erkunden, denn um zwölf Uhr traten
wir den Heimweg an, der für den ein oder anderen geradezu vorüberflog.

Janina Krehmer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.